Archive für 13.6.2009

Wenn Gott gewollt hätte, dass der Mensch fliegen könnte…

…hätte er ihm Flügel wachsen lassen. Ich gebe zu, keine Ahnung zu haben, wer diesen Spruch  gemacht hat, aber trifft eigentlich genau ins Schwarze. Dieser Flugzeugabsturz vor ein paar Tagen mit 228 Toten hat mich wieder einmal bestärkt,  in kein Flugzeug zu steigen. Der Titel dieses Beitrags erwckt vielleicht den Eindruck, dass ich ein religiöser Mensch sei, aber das ist nicht wirklich so. Zumindest war ich schon ewig lange in keiner Kirche. Ich bin auch schon mehrfach geflogen. Vor dreissig Jahren das erste Mal, nach Gran Canaria. Das war noch OK. Dann ein paar Jahre später nach Athen. Der Rückflug war das Grauen. Wir kamen in eine Schlechtwetterfront und das Flugzeug ist ein paar mal durchgesackt. Mein Magen war überall, nur nicht da wo er sein sollte. Das war das erste Mal, dass ich gesehen habe, wie sich ein paar alte Griechinnen bekreuzigt haben und den Rosenkranz gebetet haben. Als wir sicher in Köln gelandet waren, gab es tosenden Applaus für den Piloten. Danach habe ich es für ungefähr 25 Jahre sein gelassen. Das Fliegen meine ich. Dann sind wir geschäftlich nach Berlin geflogen. Morgens hin, abends zurück. Ist ja nur ein Katzensprung. Der Hinflug war Klasse. Hat 45 Minuten gedauert, es gab einen kleinen Imbiss und genügend Beinfreiheit. Die Fluggesellschaft war Air Berlin glaube ich. Der Rückflug war nicht so doll. Hat 45 Minuten gedauert, ein trockenes Sandwich und Kaffee gegen Aufpreis, es war enger als in jedem Bus und über uns hat etwas angefangen zu rumpeln und rattern vom Start bis zur Landung. Den Namen der Fluggesellschaft nenne ich jetzt nicht, sonst verklagen die mich noch. Es war jedenfalls nicht Air Berlin. Ein paar Jahre später sind wir dann in die Türkei in Urlaub geflogen. Das war bis auf die harten Sitze eigentlich OK. Aber ich denke, dass wars auf lange Sicht mit dem Fliegen. Es stürzen mir momentan weltweit zu viele Flugzeuge ab. Da bleib ich lieber auf dem Boden.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten. Da werden Familien auseinandergerissen und Existenzen zerstört. Das kann man dann in Kürze wieder in gewissen Revolverblättchen nachlesen. Sollen die die Leute doch einfach in Ruhe lassen. Die haben jetzt Sorgen genug.

Euer
Heinzemann

Ein Lebensabschnitt geht zu Ende

Hallo zusammen.
Heute schreibe ich aus einem traurigen Anlass.
Unser Caruso liegt im Sterben. Er ist seit fast 17  Jahren unser treuer Begleiter in allen Lebenslagen. In den letzten Tagen hat er immer mehr abgebaut. Er schläft fast nur noch und frisst kaum noch. Ich denke, er wird in den nächsten Tagen für immer einschlafen.  Wir versuchen zwar im die Nahrung in verdünnter Form einzuflössen, aber das ist äußerst schwierig. Er bekommt auch seine tägliche Tablette für sein schwaches Herz in Wasser aufgelöst. Natürlich wussten wir dass es eines Tages so kommen würde. Aber immer haben wir das weit von uns geschoben. Im letzten November, auf Ameland,  ist er noch, obwohl fast blind, wie ein junger Hund seinem Ball hinterher gejagt. Am 14. Juli würde er 17 Jahre, was für einen Hund ein biblisches Alter ist.  Wir haben ihn damals im Alter von fünf! Wochen bekommen und mit der Flasche aufgezogen.
Ich bringe es einfach nicht übers Herz in einschläfern zu lassen. Man kann da geteilter Meinung sein, aber ich kann und will Gott nicht ins Handwerk pfuschen. Es wäre für uns alle das Beste, wenn er einfach so einschlafen würde. Wir können einfach nur abwarten. Es heisst zwar, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber in diesem Fall ist wohl nichts mehr zu machen. Der Tierarzt war sowieso überrascht, dass er so lange mit seinen Herzproblemen überlebt hat.
Unser Katze Percy hatte auch ein paar Probleme. Unsere Tierheilpraktikerin sprach von einer Scheinschwangerschaft. Percy geht es aber wieder ganz gut. Wenn sie wieder ganz genesen ist, werden wir sie kastrieren lassen. Dann gibt es ein paar Problemchen weniger.

Euer trauriger
Heinzemann

|