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13.5.2009 von Heinzemann.
Hallo zusammen!
Wir pflegen jeden Dienstag mit der Schwiegermutter, die im Rollstuhl sitzt und hochgradig an Alzheimer leidet in nach Neuwied zum Kaffeetrinken zu fahren. Seit Jahren, schon als mein Schwiegermütterchen noch ganz gesund war, sind wir ins Café Kehrein, welches sich im ersten Stock der Bücherei Kehrein befand gegangen. Dann hatte der damalige Besitzer irgendwie keine Lust mehr und das Café war immer öfter dicht.
Heute ist eine neue Pächterin drin und wir fahren wieder jede Woche hin. Das Café ist immer noch im ersten Stock der Bücherei, bequem mit dem Aufzug auch für Rollstuhlfahrer zu erreichen. Ein paar Änderungen hat es aber doch gegeben: Es heißt jetzt Café Kehr´ein (tolle Idee, muß man sich nicht umgewöhnen). Die Bücherei heißt jetzt Thalia, die neue Pächterin ist supernett, reserviert uns jeden Dienstag automatisch unseren geliebten runden Tisch an der Glasfront, das Angebot und die Preise sind absolut OK. Was will man mehr. Übrigens kann mandurch die großen Glasflächen auf eine belebte Kreuzung gucken und nach herzenlust über Passanten und Autofahrer lästern. Find ich absolut Klasse! Falls mal jemand nach Neuwied kommt ist das mein Tip für Euch!
Euer
Heinzemann
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13.5.2009 von Heinzemann.
Hallo zusammen!
Immer wieder wird mir diese Frage gestellt, wenn ich mit meinem Kilt auf Mittelalterlichen Veranstaltungen auftauche. Ich sag mal, dass kommt auf die Umgebung an. Würde ich in Schottland wohnen könnte ich sagen: Let him swing! Hier bei uns in Deutschland ist das nicht so einfach. Man stelle sich vor, “Mann” hätte nichts drunter und es kommt ein heftiger Windstoß (U-Bahnschacht geht auch) und dann? Erregung öffentlichen Ergernisses wäre das Mindeste, was auf einen zukäme. Der Tag wäre gelaufen. Also trägt Mann halt Boxershorts oder einfach Schiesser, vorzugsweise nicht weiß. Da ist man auf der sicheren Seite. Aber mal sehn, wenn ich denn mal nach Schottland komme …..
Euer
Heinzemann
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4.5.2009 von Heinzemann.
Hallo zusammen!
Das war mal wieder ein Wochenende.
Zunächst darf ich wieder ein paar neue Leser begrüßen! Freut mich, dass mein Geschreibsel jemanden interessiert. Übrigens, wer hier mal was beitragen möchte, dem sende ich gerne ein Passwort. Frei nach dem Motto, wer mag der darf!
Aber jetzt zum Wochenende. Ich bin ja nun schon seit ein paar Jahren Fan von Mittelaltermärkten, Turnieren und ähnlichen Veranstaltungen. Angefangen hat das Ganze damals mit einem Besuch beim Mittelalterfest auf der Ehrenbreitstein (für nicht Rheinländer: liegt gegenüber vom Deutschen Eck bei Koblenz). Da habe ich mit meinem besten Freund Jürgen eine Wette abgeschlossen, dass ich im nächsten Jahr auf den Veranstaltungen im Kilt rumlaufe, aber nur wenn er mitmacht. Soweit so gut. Als ich dann ein paar Wochen später mit den Schnittmustern ankam und wir auf einem der Stoffmärkte in der Region Stoffe gekauft haben, ist ihm so langsam klar geworden, dass das mein Ernst war. Das ist jetzt ungefähr drei Jahre her. Seitdem besuchen wir die Veranstaltungen so oft es irgend geht. Am Sonntag waren wir bei Burg Freienfels in der Nähe von Limburg. Das war das Größte, was ich bisher je gesehen habe. Ein riesiges mittelalterliches Lager, ein Markt mit Ständen ohne Ende und mehr Gewandete, also mittelalterlich Gekleidete als “normale” Besucher. Ich habe mir bei der Gelegenheit gleich das langersehnte Barett in dunkelblau gekauft. War nicht ganz billig, aber hervorragend gearbeitet. Früher habe ich immer geschaut, möglichst preiswerte Sachen zu kaufen, aber jetzt schau ich eher auf die Qualität. Hat man echt mehr von. Außerdem sollten die Sachen auch authentisch sein und nicht nur billig nachgemacht. So macht das einfach mehr Spaß. Mittlerweile hat sich unsere Gruppe von vier auf über 1o Mittelalterfreunde vergrößert. Es gibt da verschiedene Stilrichtungen wie z.B. Schotten, Kreuzritter, Ritter, Landmänner, Burgfrauen, Hexen und Kaufleute. Erlaubt ist was gefällt und ins Mittelalter passt. Von Hexenverbrennungen sieht man allerdings mittlerweile ab. Wäre ja auch echt Schade um Tina, Georgia und Bianca.
ich besitze jetzt seit einiger Zeit neben anderen Utensilien auch ein Rufhorn und ein Trinkhorn. Sollte man allerdings nicht verwechseln. Das geht in jeder Richtung voll daneben. Habe es nach endlosen Versuchen geschafft, dem Rufhorn ein paar Töne zu entlocken. Es kam sogar ein Echo zurück. Der Typ auf der anderen Seite der Taverne hatte ebenfalls ein Rufhorn und ein Trinkhorn. Beides jedoch von gigantischen Ausmaßen, wogegen meine Hörner eher bescheiden sind.
Eigentlich wollte ich mir immer ein Schwert zulegen. Ich habe es jetzt aber bei einem schottischen Dolch, einem sogenannten Dirk belassen. Man sollte nicht vergessen, dass man den ganzen Krempel ja auch über das jeweilige Festgelende schleppen muss. Ein Wanderstab (der allerdings größer als ich selbst) und eine Kilt-Tasche vervollständigen meine Ausrüstung. Unten seht ihr ein Bild aus den Anfängen. Übrigens werden Jürgen und ich häufig von Mitmenschen asiatischen Ursprungs fotografiert. Vielleicht liegt das aber auch nur an meinen strammen Waden ![]()
Jedenfalls war das ein Superwochenende. Dabei habe ich allerdings nicht mitbekommen, was sonst noch in der Welt passiert ist. In den Heerlagern sind Radios und Fernseher absolut verpönt. Hie und da sieht man allerdings einen Ritter oder Edelmann in eine Art seltsamen Knochen sprechen. Manche gestikulieren dabei wild in der Gegend herum. Offenbar erhalten sie auch Antwort. Das muss Magie sein. Wobei viele der Märkte eine magische Anziehungskraft nicht nur auf mich, sondern auch auf viele Hunderte oder manchmal auch Tausende ausüben.
Das war mal wieder ein kleiner Bericht aus dem Leben eines einfachen Mannes. Ach ja, Caruso hatte am Samstag wieder mal einen Anfall. Wir wollten deshalb eigentlich am Sonntag zu Hause bleiben und hätten das alles verpasst (Caruso geht da allerdings vor). Was tut man nicht alles für einen treuen Hund, den man mit der Flasche großgezogen hat. Aber am Sonntag war er wieder putzmunter. Deshalb konnten wir ihn beruhigt in der Obhut meines Schwiegervaters lassen. Caruso hat wohl den ganzen Sonntagnachmittag verschlafen. Na ja, ein Hund darf das wohl mit fast 17 Jahren.

Mein bester Freund Jürgen (rechts) und ich vor zwei Jahren
Bis die Tage!
Euer Heinzemann
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1.5.2009 von Heinzemann.
Hallo zusammen!
Da hab ich glatt ein viertel Jahr nichts mehr geschrieben. Ich saß zwar des öfteren vor der Eingabeseite zum Blog, konnte mich aber dann doch nicht durchringen irgendwas zu schreiben. Irgendwie hatte ich eine Schreibblockade, glaub ich jedenfalls. Soll bei Dichtern und Schriftstellern ja wohl öfter vorkommen. Wobei ich mich weder zu den Einen noch zu den Anderen rechne. Ich werde aber ab jetzt versuchen, regelmäßig meine Gedanken aufzuschreiben.
Viel ist eigentlich nicht passiert. Ich habe jetzt einige Untersuchungen wegen der Pumpe und der Sache von vor zwei Jahren hinter mir. Scheint so, als ob ich der Menschheit noch ein Weilchen erhalten bleibe. Gestern habe ich erfahren, dass alles in Ordnung ist. Keine feststellbaren Krebszellen im Körper. Die Pumpe ist auch OK. Also, was will ich mehr.
Ich habe mich entschlossen, mich nicht mehr über meinen Chef aufzuregen, dass ist ganz schlecht für die Pumpe. Habe vor ihn auf jeden Fall zu überleben, obwohl er jünger ist als ich. Er erinnert mich irgendwie an Ludwig den XIV. Er herrscht über seine Mitarbeiter wie ein König, sonnt sich im Erfolg, den eben diese ihm bescheren und ist ansonsten eigentlich nur einer, der ein paar Leute kennt und ein großes Maul hat. Aber wer die Geschichte kennt, weiß was letztendlich mit Ludwig passiert ist. Also warum aufregen? Ich kann warten!!
Apropos König. Das führt mich direkt zu der Geschichte von gestern in den Niederlanden. Da wollte so ein Depp mit seinem Auto den Bus der Königsfamilie rammen. Die hat er zwar verfehlt, dafür mussten dann vier unschuldige Menschen ihr Leben lassen. Mein Mitgefühl ist bei deren Familien. Warum macht einer so was? Die Niederländer lieben ihre Monarchie. Die tun doch keinem was. Entscheidungen für das Land treffen doch andere. Offensichtlich muß der Typ doch Geistesgestört sein. Ich freue mich immer, wenn mal wieder was über die Königsfamilien der Welt im Fernsehn kommt
ja, ich oute mich hier als Fan von Lisbeth, Charly, Harald, Beatrix und wie sie alle heißen, die Royals dieser Welt. Wenn die an ihrem Leben spass haben, sollen sie doch. Stellt Euch mal vor, die würden auf einmal alle in der Versenkung verschwinden. Da würden ja ganze Zeitungsverlage eingehen und Fernsehsendungen vom Bildschirm verschwinden. Was das an Arbeitsplätze kostet!
Das Einzige was mir momentan sonst noch einfällt, ist, dass unsere Mona jetzt zwei Jahre tot ist. Caruso hat Anfang vom Jahr stark abgebaut. Er wird ja jetzt auch bald 17 Jahre alt.
Er hört jetzt gar nichts mehr und sieht nur noch schwach auf einem Auge. Ansonsten schläft er viel. Er hat jetzt auch ähnliche Anfälle wie Mona damals. Das ist wohl bei Hunden in seinem Alter häufig so. Der Tierarzt meint, solange er noch frißt, keine Schmerzen hat und von selbst aufstehen kann, sollte man sich noch keine Gedanken machen.
Das ist erstmal wieder alles.
Bis die Tage.
Euer
Heinzemann
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